Kiefergelenkanalyse, Bracketumfeldversiegelung, Schnarchertherapie, Zahnschmuck, Sportschutz. Bild: © Amir Kaljikovic / fotolia.de
   
 

Kiefergelenkanalyse

Zu Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung sollten gestörte Muskel-Kiefergelenksbeziehung untersucht werden. Besondere diagnostische Maßnahmen sind dafür notwendig.


Erst danach kann eine fehlerhafte Zahnstellung dauerhaft und erfolgreich in ein harmonisches Gleichgewicht überführt werden.

 

Zahnfehlstellungen sind oft Verbunden mit einer gestörten Muskelfunktion. Chronische Schmerzen (verminderte Leistungsbereitschaft/Migräne) können direkte Folgen einer Bissfehlstellung sein.


In vielen Fällen ist es möglich, einen harmonischen Gleichgewichtszustand zwischen Gelenken, Muskulatur und Zahnstellung wiederherzustellen. Es ist daher wichtig, mit dem Hauszahnarzt, Physiotherapeuten, Homöopathen, Logopäden oder dem HNO-Arzt einen engen Kontakt zu halten.

 

Bracketumfeldversiegelung


Die Bracketumfeldversiegelung ist der beste Schutz für Ihre Zähne! Bei einer kieferorthopädischen Behandlung ist eine Bracketumfeldversiegelung wichtig und sinnvoll. Schon beim gesunden Zahn ist eine Versiegelung in vielen Fällen nötig. Nur allzu leicht finden Bakterien Platz, sich in die vielen Hohlräume und Nischen, die durch die Brackets entstehen, einzunisten. Dadurch hat die Karies während einer kieferorthopädischen Behandlung natürlich mehr Möglichkeiten sich auszubreiten. Selbst bei einer optimalen täglichen Reinigung, die während einer Korrektur natürlich wichtig ist, ist die Gefahr und die Möglichkeit, dass die Zähne angegriffen werden, wesentlich höher.


Was geschieht bei einer Versiegelung?


Interessant ist es zu wissen, dass der Zahnschmelz die härteste Substanz in unserem Körper ist, trotzdem ist auch er bei Säureattacken angreifbar. Bei dem Anbringen und Kleben der Brackets auf die Zahnoberfläche werden gefährdete Zähne gereinigt und mit einem Speziallack versiegelt. Der Zahnschmelz wird so an den Bändern und Brackets durch das Versiegelungsmaterial zusätzlich geschützt. Eine sehr wichtige Investition zum Schutz Ihrer Zähne. Die Versiegelungen sollten ca. alle 3 Monate erneuert werden während einer festsitzenden Behandlung.


Was Sie sonst noch tun können...


Des Weiteren ist es wichtig die eigene Zahnpflege in Zusammenarbeit mit dem Hauszahnarzt durch professionelle Zahnreinigungsmaßnahmen und Fluoridierungen zu ergänzen. So lässt sich die Gefahr von Zahnschäden kontrollieren und vermeiden. Über eine entsprechende Versiegelung beraten wir Sie ausführlich im Rahmen Ihrer Behandlung!

 

Schnarchertherapie


Schnarchen ist nicht nur ein weit verbreitetes akustisches Phänomen, sondern auch ein Symptom für eine mögliche gesundheitliche Gefährdung. Ein beträchtlicher Anteil der Bevölkerung leidet unter schlafbezogenen Atemstörungen, z.B. die sog. obstruktive Schlaf-Apnoe, die Ursache für verschiedene Herzerkrankungen sein kann.


Man unterscheidet zunächst mildes von krankmachendem Schnarchen. Geeignete Diagnosen sollten von Pneumologen, HNO-Ärzten Internisten oder Schlafmedizinern der Schlaflabore vorgenommen werden. Parameter können u.a. der Apnoe-Hypopnoe-lndex (AHI) sein; zusätzliche wichtige Kriterien sind aber auch die Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes durch eine Pulsoxymetrie, die C02 Anreicherung des Blutes sowie die Tagesbefindlichkeit des Patienten.

 

Bild: 12foto.de / fotolia.de


In der interdisziplinären Zusammenarbeit kann das milde Schnarchen (AHI < 25) in vielen Fällen erfolgreich mit Intraoralen Schnarch-Therapie-Geräten behandelt werden. Das Behandlungsgerät unterdrückt dabei das Schnarchen durch Vorverlagerung des Unterkiefers ohne Beeinträchtigung des Zungenbereichs, so dass eine gute Patientenakzeptanz gewährleistet ist.

 

Zahnschmuck


Schöne Zähne sind ein Geschenk. Aber sie noch zu verschönern, ist nicht unmöglich. Ob durch Zahn-Tattoos verziert oder mit Brillianten veredelt, Zahnschmuck verleiht Ihrem Lächeln das besondere Etwas. In den U.S.A. trägt mittlerweile fast jeder vierte Jugendliche Zahnschmuck und auch in Europa wird die Tendenz zu verschönerten Zähnen wahrnehmbarer. Weitgehend unbedenklich ist Zahnschmuck, wenn er vom Zahnarzt eingesetzt wird. Hier besteht eine immer größer werdende Auswahl an Schmuckstücken aus Goldfolie, 24-karätigem Gold oder Kristallglas in unterschiedlicher Größe und Farbe. Wer will und es sich leisten kann, kann sich natürlich auch mit einem echten Brillanten verschönern.


Fachgerecht angebracht behindert moderner Zahnschmuck weder beim Essen noch beim Sprechen. Selbst die Zahnpflege ist unproblematisch. Grundsätzlich wird Zahnschmuck nur oberflächlich mit einem transparenten Kunststoff aufgeklebt.


Um ausreichenden Halt zu erzeugen, wird vorher der Zahnschmelz angeraut. Der Schmuck hält maximal 2-3 Jahre, kann aber problemlos wieder entfernt werden, ohne dass der Zahn Schaden nimmt. Voraussetzung ist allerdings stets eine gute Mundhygiene - an allen Zähnen - besonders jedoch im Bereich der Schmuckstücke.


Sportschutz


Der Mundschutz wird heute als sehr wichtig von der Gesellschaft für Kieferorthopädie, des freien Verbandes niedergelassener Zahnärzte und Oralchirurgen angesehen. Beliebte Sportarten wie Boxen, Hockey, Kampfsportarten, Polo, Rugby, Football usw. gelten als die Ursprungssportarten für Sportler-Mundschutz.


Auf dem Markt sind unterschiedliche Arten erhältlich. Individuell hergestellter Mundschutz ist den konfektionierten Mundschutztypen eindeutig vorzuziehen. Neben den Polyurethane-, Silicone- und Kautschuk-Verfahren, haben sich die Ethyl-Vinyl-Acetate durchgesetzt. Dieses Material entspricht den Anforderungen des Bundesgesundheitsamtes, der American Food and Drug Administration und anderen Kontrollorganen.


Laminierung mit attraktiven Farben sind möglich. Dies ist bei Jugendlichen von großer Bedeutung, da die Farbauswahl die Akzeptanz und den Gebrauch außerordentlich erhöhen. Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Zähne oder Zahnbruchstücke herausgeschlagen werden, sollten diese Teile in einer Zahnrettungsbox mit Zellnährlösung bis zur zahnmedizinischen Behandlung aufbewahrt werden. Deshalb wird dringend empfohlen, dass in den Erste-Hilfe-Koffer der Sportvereine die Zahnrettungsbox zur Standard-Grundausrüstung gehört.

Bild: © Vjom - Fotolia.com

 
   

 

Kieferorthopädische Praxis Dr. Peter Borg  •  Hauptstr. 124 • 51465 Bergisch Gladbach • Tel.: 0 22 02 / 3 41 77